100+ Fragen und Tipps für eine gelungene Meditation

Meditation lernen

Du möchtest Meditation lernen? Oder du meditierst schon seit einiger Zeit und es treten dabei Fragen oder Probleme auf?

Dann bist du hier genau richtig!

Auf dieser Seite findest du 100 und mehr sofort wirksame Tipps für eine perfekte Meditation.

Die Tipps habe ich in verschiedene Gruppen eingeteilt. 

Sieh dir einfach das Inhaltsverzeichnis an und wähle dir diese Punkte aus, die dich sofort ansprechen.

Inhaltsverzeichnis

Meditation lernen: die wichtigsten Fragen

Die meisten Tipps und Fragen habe ich in meiner 20 jährigen Erfahrung als Meditationslehrer gesammelt. Sie kommen direkt aus der Praxis!

Viel Spaß beim Lesen!

Grundlagen

1. Du weißt nicht wie du anfangen sollst!

Dieses Problem haben viele, die mit dem Meditieren beginnen möchten. Es gibt so viele verschiedene Meditationsarten. Da verliert man schnell den Überblick. 

Viele Meditation sind auch nicht geeignet für den Einstieg. Und manche verwechseln Yoga mit Meditation. Im Yoga ist die Meditation der krönende Abschluss einer Yoga-Übung.

Zu Beginn empfehle ich dir mit einer ganz einfachen Atemmeditation zu beginnen. 

2. Dir fehlt das Ziel für die Meditation?

Ist dir eigentlich klar warum du Meditieren möchtest? Auch für die Meditation sind Ziele sehr wichtig. Denn wenn du deine Meditationsziele klar definierst, hast du genügend Motivation Meditation in deinen Alltag zu integrieren. 

Ich definiere vor jeder Meditation mein Ziel. Ich sage mir selbst ganz klar warum ich meditieren möchte. Du fragst dich jetzt sicher, wie diese Ziele aussehen können. Das verrate ich dir unter Punkt 3.

3. So definierst du deine Meditationsziele

Grundsätzlich gibt es ein großes Hauptziel. In meine Kurse kommen Menschen, weil sie unterschiedliche Probleme haben. Manche wollen einfach nur entspannen und andere wollen 

  • Ängste
  • Sorgen
  • Depressionen und
  • Belastungen

los werden. All das ist mit Meditation möglich, wenn du die Übungen in deinen Alltag integrieren kannst. 

Hinweis: bei Erkrankungen konsultiere bitte zuerst deinen Arzt!

Was ist deine Hauptmotivation? Warum bist du auf dieser Seite gelandet? Warum möchtest du Meditation lernen?

Der nächste Schritt ist, dass du für jede Meditation ein Ziel definierst. So kannst du heute zum Beispiel das Ziel setzen: "Ich möchte mich 5 Minuten auf meinen Atem konzentrieren können, damit ich innerlich ruhiger werde!"

Ziele sollen auch erreichbar sein. Als Anfänger wirst du wohl kaum 2 Stunden Meditation durchhalten. Das geht nur mit viel Übung. 

Tipp:

Definiere dein Ziel so einfach wie möglich. Achte darauf, dass du dein Ziel für die folgende Meditation leicht erreichen kannst.

Ich empfehle dir auch ein Meditations-Erfolgs-Tagebuch zu führen. So kannst du deine Erfolge festhalten und hast immer einen guten Überblick über deine Fortschritte. 

4. Bewusst die Meditation machen

Was meine ich damit?

Ganz einfach: Entscheide dich jetzt ganz bewusst eine Meditation zu machen. Es nützt dir nicht viel, wenn du noch schnell zwischen Abendessen und dem nächsten Film die Meditation einschieben möchtest. Da ist es besser, du verzichtest entweder auf den Film oder auf die Meditation.

5. Verbinde dich mit anderen Meditierenden

Ein häufiger Fehler den viele machen ist, dass sie sich mit anderen nicht austauschen. Sie denken, dass sie zuhause im stillen Kämmerlein immer alleine vor sich hin meditieren müssen. Glaube mir, das ist auf die Dauer sehr mühsam. Du hast nämlich kein Feedback und kannst dich dadurch nicht austauschen.

Aber genau der Austausch ist sehr wichtig. Vor allem dann wenn gewisse ungewöhnliche Körperempfindungen auftreten. Und glaube mir, die werden auftreten.

6. Soll ich die Augen offen lassen oder schließen?

Geschlossene Augen würde ich dir empfehlen. Denn mit offenen Augen bist zu sehr abgelenkt. Es gibt jedoch auch wunderbare Gehmeditation, bei der du mit offenen Augen und mit Achtsamkeit auf deine Umgebung meditierst.

7. Wie oft soll ich meditieren?

Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn mindestens einmal am Tag meditiert wird. Das konnte in Studien nachgewiesen werden. 

Tipp:

Zwinge dich nicht zur Meditation. Die Meditation sollte Freude bereiten. Wenn du mal wirklich keine Lust hast oder zu müde bist, dann verschiebe deine Meditation auf den nächsten Tag.

8. Wie soll ich sitzen bei der Meditation?

Es soll so gemütlich wie nur möglich sein. Das gelingt vielen Anfängern nicht im Lotussitz. Finde selbst heraus, was die richtige Sitzhaltung für dich ist.

Ich persönlich meditiere gerne auf einem Stuhl.


9. Meine Beine sind zu kurz für die Meditation am Stuhl

Für manche Menschen hat der Schreiner zu große Stühle gebaut. Hier kannst du ein oder sogar mehrere Kissen unter deine Füße legen. Das fühlt sich außerdem sehr weich und kuschelig für deine Füße an.

10. Der Stuhl ist zu hart. Meine Pobacken beginnen zu schmerzen

Dann lege ein Kissen oder eine Deck unter. Das wird dich entspannen.

11. Kann ich Meditations-Apps verwenden?

Verzichte lieber darauf. Es gibt ein paar gute Gründe, die gegen diese Apps, wie Headspace, sprechen:

  1. Du solltest auf technische Ablenkungsquellen so gut es geht verzichten - also auf Handy, Tablet usw. Wenn du dein Handy stets auf Empfang hast, kommst du nicht so tief in die Entspannung hinein. Das lenkt dich unbewusst ab. Dazu gibt es mittlerweile schon gute Studien, die das belegen.
  2. Es besteht die Gefahr einer Abhängigkeit. Der Sinn der Meditation ist es, dass du dich selbst mit deinen Gedanken in die Entspannung führen kannst. Du sollst deine Gedankenkraft unabhängig von der Aussenwelt entfalten können. Mit Apps geht dieser Benefit vollkommen verloren. 
  3. Handystrahlungen wirken sich nicht gerade positiv auf deinen Körper aus.

Verzichte einfach auf äußere Einflüsse. Sei einfach nur du mit deinem Geist, deiner Seele und mit deinem Körper präsent.

12. Wie lange soll ich meditieren?

Das ist unterschiedlich. Ich meditiere durchschnittlich 10 Minuten pro Meditation. Wenn ich im Büro bin, dann meditiere ich sogar nur eine Minute.

Probiere es doch selbst aus. Finde selbst heraus, wie lange du meditieren möchtest. Ich kenne jemanden, der meditiert täglich 2 Stunden. Das wäre mir viel zu lange. Mehr als 30 Minuten schaffe ich gar nicht. Grundsätzlich gibt es keine Regel für die Meditationsdauer.

Tipp:

Es kommt nicht auf die Dauer deiner Meditation an. Sondern auf die Qualität. Wenn du 5 Minuten in voller Konzentration und Hingabe meditierst, dann bringt das oft mehr als 30 Minuten unruhiges herumsitzen.

13. Wann ist die beste Zeit zum Meditieren?

Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ich persönlich meditiere gerne in der Früh. Da kann ich mich am besten entspannen und meine Gedanken sind noch frei und klar.

Aber auch am Abend vor dem Schlafen gehen ist eine gute Zeit. Wenn du allerdings zu müde bist, dann verschiebe die Meditation auf morgen. Geh besser schlafen und ruh dich aus. 

14. Wähle einen fixen Zeitpunkt für deine Meditation

Lege doch einen fixen Zeitpunkt für deine Meditation fest. Dein Unterbewusstsein mag das. Somit kann die Meditation und die Trance besser gelingen. 

15. Ich finde keine ruhige Minute für das Meditieren!

Manchmal hat man einfach keine Ruhe. Die Kinder nerven oder der Chef will noch den Bericht bis morgen fertig haben usw. Genau in solchen Situationen solltest du dir jedoch die Zeit nehmen und meditieren. Es gibt eine wunderbare Methode dafür: die 1-Minuten-Meditation.

Sie funktioniert im Prinzip gleich wie die anderen Meditationsarten auch. Jedoch meditierst du nur eine Minute. Beobachte für eine Minute deinen Atem und kehre in deine innere Stille ein! Du wirst merken, dass du ruhiger und gelassener wirst. Und dem Chef oder deinen Kindern sagst du einfach: “Ich bin für eine Minute am WC und komme gleich wieder!”


Ungewöhnliche Wahrnehmung

16. Mir schläft der Fuß ein

Das ist der Klassiker. Wenn dir der Fuß einschläft, dann stimmt die Sitzposition nicht für dich. Setz dich auf einen Stuhl während der Meditation. Du wirst merken, dass das viel angenehmer ist. 

Möchtest du trotzdem im Lotussitz meditieren, dann kannst du ein Kissen oder eine Decke unter den Po geben, das entspannt die Füße und deine Beine.

17. Ich bekomme Herzklopfen

Das tritt bei manchen Menschen auf, wenn sie zum ersten Mal ihren Herzschlag bewusst wahrnehmen. Wir haben im Alltag oft so viel Stress, dass wir unser Herz gar nicht mehr spüren. In der Meditation kommen wir dann zur Ruhe und plötzlich spüren wir unseren Herzschlag. Freue dich darüber. Das ist etwas Besonderes.

Solltest du jedoch ein beklemmendes Gefühl dabei haben, konsultiere bitte unbedingt deinen Arzt. 

Auch bei Schmerzen in der Brust ist sofort der Arzt aufzusuchen (habe ich jedoch noch nie in meinen Kursen erlebt).

18. Ich habe das Gefühl, dass ich schwebe

Dieses Gefühl tritt häufig bei Meditierenden auf. Du bist mitten in deiner Meditation und plötzlich hast du das Gefühl, dass der Boden unter deinen Füßen nicht mehr da ist. Das ist meist ein Zeichen von einer sehr tiefen Entspannung und es besteht keine Gefahr. Ich erlebe das auch heute noch nach 20 Jahren Meditationserfahrung. Mittlerweile genieße ich diesen Zustand.

19. Ich habe das Gefühl, dass ich zur Seite kippe

Manchmal verliert man das Gefühl für das Gleichgewicht. Sollte das sehr unangenehm für dich sein, dann öffne mal kurz die Augen, damit du die Orientierung im Raum wieder findest. 

Warum dieses Gefühl auftritt? Nun, darüber gibt es verschiedene Ansichten. Die medizinischer Erklärung ist, dass durch die Entspannung, das Gleichgewichtsorgan die Balance verliert. 

Die energetische Erklärung sagt, dass dein Energiekörper an Schwingung gewinnt und du in einen höheren Erleuchtungszustand kommst. 

Für mich klingt die 2. Variante sehr sympatisch!

20. Mein Rücken verspannt während der Meditation

Dann probier doch mal eine andere Sitzposition aus. Probier doch mal den Sessel und lehne den Rücken an die Lehne an (keine Sorge, du kommst auch so zur Erleuchtung).

21. Ich beginne plötzlich zu schwitzen

Durch die konzentrierte Entspannung beginnen manche Menschen zu schwitzen. Wenn das bei dir der Fall ist, dann öffne vor deiner Meditation das Fenster und lüfte den Raum.

Du kannst auch vor der Meditation eine Dusche mit kühlem Wasser nehmen. 

Sehr hilfreich sind hier die Kneipp-Güsse. Versuche doch mal den kalten Knieguss vor der Meditation. Das ist wirklich sehr angenehm und ich kann das nur empfehlen. Hier eine kleine Anleitung dafür:

Alkohol, Drogen und Medikamente

22. Ich habe Alkohol getrunken. Darf ich trotzdem meditieren?

Achte darauf, dass du in einem nüchternen Zustand meditierst. Solltest du mal ein Gläschen Wein oder ein Bier getrunken haben, dann warte 2 Stunden bevor du deine Meditation machst. Ich finde, Meditation und Alkohol passen nicht zusammen.

23. Ich habe einen Joint geraucht. Darf ich trotzdem meditieren?

Hier gilt das gleiche wie bei Alkohol. Verzichte einfach auf deinen Joint, wenn du meditieren möchtest. 

Die Sache ist die: Drogen und Alkohol verändern die Gehirnchemie. Sie sorgen dafür, dass gewisse Hormone verstärkt ausgeschüttet werden. Die Meditation macht das auch. Dein Körper könnte dadurch wirklich überfordert werden. 

Wenn du regelmäßig meditierst, dann brauchst du diese künstlichen Hormonankurbler nicht mehr. Dann bist du in einem dauerhaften Glückszustand, auf natürliche Art und Weise.

ACHTUNG:

Wenn du meditierst, dann brauchst du weder Drogen noch Alkohol. Meditation wird dich in diesen Glückszustand bringen. Verzichte mindestens 2 Stunden vor deiner Meditation auf Alkohohl und andere Drogen.

24. Ich nehme Psychopharmaka. Darf ich trotzdem meditieren?

Diese Frage sollte der Arzt oder Apotheker klären. Die kennen sich mit Medikamenten am besten aus.

Du kannst natürlich mit leichten Atemmdiationen oder Entspannungsmeditationen beginnen. Kennst du schon das autogene Training. Das ist für den Einstieg sehr gut geeignet.

Ich mache auch kein Geheimnis daraus, dass ich persönlich mit Psychopharmaka keine guten Erfahrungen gemacht habe. Sie lösen dein Problem nicht, machen abhängig und die Nebenwirkungen sind furchtbar. Außerdem ist ein Entzug von Psychopharmaka mit heftigen Entzugserscheinungen und Problemen verbunden. 

Meditation hat eine heilvollere Wirkung als Psychopharmaka auf deinen Organismus. Vor allem gibt es dabei keine Nebenwirkungen. 

25. Ich nehme Schmerzmittel. Darf ich trotzdem meditieren?

Auch hier kann durchaus der Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden. Grundsätzlich spricht jedoch nichts dagegen. 

Im Gegenteil. Viele Schmerzpatienten berichten, dass durch die Meditation die Schmerzen abnehmen und die Dosis der Medikamente reduziert werden kann. 

Meditation und Krankheiten

26. Ich habe Krebs. Soll ich meditieren?

Meditation wird dir dabei helfen dich selbst besser zu spüren und sie kann helfen deine Krankheit besser zu verstehen und anzunehmen. Ich kann in meiner Heilpraxis auf sehr gute Ergebnisse in der Behandlung von Krebspatienten mit Meditation verweisen. 

Grundsätzlich gilt jedoch: Meditation ist kein Allheilmittel. Sie kann dir jedoch helfen deine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und zu stärken.

27. Ich habe eine unheilbare Krankheit. Soll ich trotzdem meditieren?

Ja, unbedingt! 

Wenn eine Krankheit als "unheilbar" definiert ist, dann heißt das, dass unsere Schulmedizin bis jetzt noch kein Mittel dagegen gefunden hat. 

Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass sie nicht geheilt werden kann. Ich erlebe immer wieder Heilungen, die außergewöhnlich sind. Die Meditation kann dich auf deinen individuellen Weg der Heilung unterstützen. 

28. Ich habe Multiple Sklerose. Wie soll ich da meditieren?

Für Menschen mit Multiple Sklerose ist es oft schwierig eine gute Meditationshaltung zu finden. Ich empfehle dir dabei die Liegeposition. Lege dich bequem hin und achte darauf, dass Arme und Beine nicht überkreuzt sind. Achte darauf, dass du dich wohl fühlst.

Diese Empfehlung gilt auch für viele andere Nervenerkrankungen. 

29. Ich hatte eine Prostataresektion und kann nicht sitzen

Versuche es mal mit dicken Decken oder einem Polster. Wenn das auch nicht geht, dann kannst du dich für deine Meditation auch hinlegen. 

Es gibt aber auch wirklich sehr angenehme Wohnzimmersessel. Bei diesem Sessel ist das Becken und der untere Bereich entspannt und es kommt kein direkter Druck auf die Operationsstelle.

Dieser Sessel hat sich bei meinen Klienten sehr bewehrt. Wenn du möchtest kannst du zusätzlich noch ein Kissen unter legen - das ist wirklich gemütlich.  

Wenn die Schmerzen nicht zu stark sind, kannst du auf diesem Sessel auch den Schneidersitz ausprobieren.

30. Ich bin Traumapatient. Kann ich trotzdem meditieren?

Ich empfehle dir zunächst Hilfe bei Psychologen, Therapeuten, Ärzten und Heilpraktikern in Anspruch zu nehmen. Die Meditation kann in der Psychotherapie eine wertvolle Methode sein, um Trauma aufzulösen.

Bitte experimentiere hier nicht alleine und nimm professionelle Begleitung in Anspruch!

31. Ich habe Depressionen. Kann ich trotzdem meditieren?

Grundsätzlich ja. Aber hole dir bitte auch bei Depressionen professionelle Hilfe bei Ärzten, Psychologen oder Therapeuten. 

Meditation und die Gedanken

32. Wie kann ich meine Gedanken stoppen?

Meine Antwort: gar nicht! Den Zustand der Gedankenlosigkeit gibt es nicht. Das ist meist ein Missverständnis. 

Mit Meditation lernst du deine Gedanken zu kontrollieren. Du lernst nicht mehr Opfer deiner negativen Gedanken zu werden. Aber ganz abschalten wirst du sie nicht können. 

Kämpfe nicht gegen deine Gedanken an. Beobachte deine Gedanken einfach. Du wirst merken, dass sie allmählich weniger werden. Du bekommst dadurch immer mehr die Kontrolle über deinen Geist und somit auch über deine Gedanken. 

33. Was soll ich eigentlich denken während der Meditation?

Während der Meditation wirst du lernen deine Gedanken in eine bestimmte Richtung lenken. Wie du da genau denkst, ist von Meditation zu Meditation unterschiedlich.

In der transzendentalen Meditation denkst du nicht viel, sondern konzentrierst dich auf ein Mantra, das du stets wiederholst. Dabei beruhigt sich dein Geist und deine Gedanken. 

In der Zazen-Meditation lenkst du deine Gedanken auf deinen Atem. Du kannst hier jeden Atemzug innerlich zählen. 

34. Wie kann ich meine Gedanken kontrollieren?

Dafür brauchst du Übung. Es ist manchmal gar nicht so einfach die Gedanken in eine Richtung zu lenken. Du möchtest dich vielleicht auf deinen Atem konzentrieren, bist aber mit deinen Gedanken schon wieder im Büro. 

Tröste dich! Es geht vielen so. 

Ich habe da ein paar wunderbare Übungen für dich:

35. Die 5-4-3-2-1 Übung, um Gedanken zu kontrollieren

Eine wunderbare Technik ist die 5-4-3-2-1 Übung. Sie stammt von  Yvonne Dolan und wird auch in der Trauma-Therapie verwendet, um Menschen aus dem Gedankenkarussell raus zu holen.

36. Die Wolkentechnik um Gedanken zu kontrollieren

Du kannst dir deine Gedanken aber auch wie die Wolken im Himmel vorstellen. Sie ziehen einfach vorbei und lösen sich allmählich auf. Je weniger die Wolken werden, desto mehr kommt die Sonne durch und desto wohler fühlst du dich.

37. Die Tankstellentechnik um Gedanken zu kontrollieren

Diese Übung ist ähnlich wie die Wolkentechnik. Du stellst dir einfach vor, wie ein Auto nach dem anderen zur Tankstelle fährt, kurz anhält und dann wieder los fährt. Ein Auto steht für einen Gedanken. Du wirst merken, dass die Autos (=Gedanken) immer weniger werden.

Achte darauf, dass kein Auto im Tankbereich stehen bleibt, denn dann gibt es Stau.

38. Die Zähltechnik um Gedanken zu kontrollieren

Die Zähltechnik funktioniert ebenfalls sehr gut. Sie wird häufig in der Hypnose angewandt. Stell dir einfach vor, du gehst 20 Stufen hinunter. Zum Beispiel stehst du auf einem Weg am Meer und es führt eine Treppe zum Strand. Und du gehst diese Treppe runter…

Je weiter du hinunter gehst, desto mehr entspannst du dich und desto weniger werden die nervigen Gedanken.

39. Die Anspannungs-Loslass-Technik um Gedanken zu kontrollieren

Diese Übung funktioniert wirklich sehr gut. Ich habe sie aus der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson abgeleitet. 

Du beginnst die Arme anzuspannen, die Spannung halten und dann wieder entspannen. Das machst du insgesamt 3 Mal. Dann spannst du die Beine an, hälst die Spannung einen Augenblick und entspannst wieder. Auch das wiederholst du 3 Mal. 

40. Die Augenschlusstechnik um Gedanken zu kontrollieren

Blicke mit deinen Augen auf dein geistiges Auge. Halte diesen Blick für ca. 5 Sekunden und schleiße danach deine Augen. Spüre jetzt wie deine Welle der Entspannung deine Augenlider umfasst. Spüre, wie diese Entspannung sich auf dein ganzes Gesicht ausbreitet. 

Diese Welle der Entspannung breitet sich weiter aus auf deinen Nacken, deinen Oberkörper bis in deine Beine und deine Füße. 

Wenn du möchtest kannst du die Augen-Schluss-Technik 3 Mal wiederholen. 

41. Suche dir einen Konzentrationspunkt um Gedanken zu kontrollieren

Konzentriere dich auf nur einen Punkt und halte den Blick auf diesen Punkt gerichtet. Achte darauf, dass du nicht blinzelst. Dieser Punkt kann entweder eine Stelle an Wand, ein Bild oder auch die Kerze sein. 

Du wirst merken, dass deine Augen zu brennen beginnen. Schließe dann die Augen und du gleitest danach sehr schnell in die Trance. 

Persönliche Tipps

42. Habe Geduld

Ich persönlich habe 2 Jahre gebraucht, bis ich wirklich ganz tief in eine Trance gekommen bin. Habe also Geduld mit dir selbst. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wichtig ist, dass du dran bleibst und nicht aufgibst. Es wird sich für dich lohnen. 

43. Sei freundlich zu dir selbst

Kennst du eigentlich deinen inneren Kritiker schon? Spätestens beim Meditieren wirst du ihn kennen lernen. Schließe mit ihm Freundschaft und er wird dich bei deinem Vorhaben unterstützen. Außerdem musst du niemandem etwas beweisen.

44. Mach es dir so einfach wie möglich

Meditation ist keine sportliche Disziplin und auch kein Wettkampf. Mache es dir so einfach wie möglich, damit du gut in die Trance kommt. Die Meditation soll dich erfüllen und dich nicht anstrengen.

45. Achte auf deine innere Haltung

Die innere Haltung ist für eine gelungene Meditation sehr wichtig. Für manche Menschen ist die Meditation etwas Heiliges. Genau mit dieser Einstellung meditieren sie dann auch.

46. Finde deine persönliche Meditation

Das ist wahrscheinlich der wertvollste Tipp, den ich dir geben kann. Ein jeder Mensch ist einzigartig und so meditiert auch ein jeder Mensch auf seine einzigartige Art und Weise. Wichtig ist, dass du herausfindest was dir gut tut und wie du am besten in die Trance kommst. 

47. Wie merke ich, dass ich in Trance bin?

Das beantworte ich gerne mit einer Gegenfrage: Wie schmeckt Salz? Du wirst merken, dass du den Geschmack von Salz nicht wirklich beschreiben kannst. Genauso ist da mit der Trance. Die Trance erlebt ein jeder Mensch anders.

Wenn du jedoch in einer innerlich starken Erfüllung bist, bei der du Zeit und Raum vergisst, dann bist du wahrscheinlich in Trance!

48. Was soll ich bei der Meditation anziehen?

Eine Meditation ist kein Schönheitswettbewerb. Es geht darum, dass du dich wohlfühlst. Also achte bei deiner Meditation auf bequeme Kleidung.

49. Woher weiß ich, dass ich es richtig mache?

Beim Meditieren gibt es kein richtig oder falsch. Wichtig ist, dass du deine persönliche Meditation findest. 

Achte darauf, dass du dich wohl fühlst. Wenn du innerlich zur Ruhe kommst und die Gedanken sich ordnen, hast du schon viel erreicht. 

50. In mir kommen Erinnerungen von früher hoch

Wir leben in einer sehr stressigen Zeit. Wir hetzen von einem Termin zum nächsten. Das Handy klingelt stets und wir sind rund um die Uhr erreichbar. Wir haben oft nicht die Zeit Eindrücke richtig zu verarbeiten. 

Wenn du dieses Muster beginnst zu durchbrechen dann kann es vorkommen, dass unverarbeitete Themen hochkommen. Nimm dir vor der Meditation ein Tagebuch und schreibe alles auf was dir so einfällt. So hast du die Gewissheit, dass du es nicht vergisst und du kannst dich später darum kümmern. Das Loslassen gelingt dadurch besser.

51. Bei der Meditation muss ich weinen. Ist das normal?

Ja! Das ist ein häufiges Phänomen. Als ich meine erste Meditation gemacht habe, sind bei mir die Tränen nur so geflossen. Ich war so berührt von der Meditation. 

Mein Tipp:

Laß die Tränen ruhig zu und verdränge sie nicht. Sie sind ein Zeichen,

dass die Seele dir hilft freier zu werden.

In der Psychotherapie sind häufig zahlreiche Sitzungen nötig, damit der Klient endlich mal zu weinen beginnt. Mit der Meditation erreichst du das alleine ohne teure Therapie.

Tipps für Hände und Finger

52. Was mache ich mit meinen Händen während der Meditation?

Am besten ist es, wenn du die Hände mit den Handflächen nach oben auf deine Oberschenkel legst. Du kannst aber auch die linke Hand in die Rechte geben und beide Hände in deinen Schoss ablegen. Das geht sowohl im Lotussitz als auch in allen anderen Sitzpositionen. 

53. Warum soll ich die Handflächen nach oben drehen?

In den Handflächen haben wir Menschen sehr viele Rezeptoren und Sensoren. Dadurch können wir viel Energie aufnehmen und auch wieder abgeben. Diese Haltung ist auch eine symbolische Geste, dass der Meditierende für die geistigen Kräfte offen ist. 

54. Kann ich die Hände auch runter hängen lassen?

Natürlich kannst du das. Jedoch weiß ich aus Erfahrung, dass das nach einiger Zeit anstrengend wird. Aber probiere es selbst aus. Es gibt für die Haltung der Hände keine festen Regeln.

55. Was sind eigentlich Mudras?

Mudras sind symbolische Handgesten. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Yoga-Praxis. Mit den Mudras werden Energien gelenkt.

Mudra ist ein Begriff im Sanskrit und bedetuet: "Freude, Genuss und Glück"

56. Sind Mudras wichtig für die Meditation?

Mudras sind wichtig, wenn du Yoga lernen möchtest. Für die einfache Meditation, die ich dir hier zeige, brauchst du keine Mudras. 

57. Meine Hände schlafen ein. Was soll ich tun?

Wenn die Hände einschlafen, dann ändere einfach die Haltung der Hände und bewege die Finger. Dehnungsübungen vor der Meditation sind hier hilfreich. 

Die Hände schlafen manchmal ein, wenn der Meditierende Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich hat. Gehe bitte zum Arzt deines Vertrauens und lasse das untersuchen. Hier helfen möglicherweise Physiotherapie oder Massagen. 

Meditationsarten

58. Welche Meditationsarten gibt es?

Es gibt im Grunde 3 große Gruppen von Meditationen:

Die Fernöstliche Meditation

Diese Meditation hat ihren Ursprung in Asien. Wichtige Grundlage dieser Meditation ist die religiöse und spirituelle Entwicklung des Meditierenden. Sie wird im Buddhismus, Hinduismus aber auch im Yoga praktiziert. Sie ist an die Tradition der religiösen Richtungen gekoppelt. 

Die Entspannungsmeditation

Die Entspannungsmeditation ist im Westen sehr weit verbreitet. Wichtige Formen der Entspannungsmeditation sind :

  • Autogenes Training
  • Hypnose (richt gelesen: Hypnose ist eine Art der Meditation)
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Die konzentrative Meditation

Hier sind verschiedene Visualisierungstechniken zusammengefasst. Die konzentrative Meditation wird häufig im mentalen Training angewandt. Vor allem für Spitzensportler ist diese Meditation sehr wichtig um sich für den Wettkampf mental vorzubereiten. 

59. Was ist die buddhistische Meditation?

Der Buddhismus ist eine der größten Religionsgemeinschaften der Menschheit. Die Meditation im Buddhismus hat eine zentrale Rolle in der Ausübung der Religion. So ist das Ziel den Geist zu kultivieren.

Während der Meditation richtet der Meditierende seine Aufmerksamkeit rein auf eine Sache. Das kann eine Empfindung, ein Gedankenbild oder einfach nur die Stille sein.

Bekannt ist die buddhistische Tradition der Achtsamkeit. Hier wird alles im und um den Menschen in achtsamer Gewahrsamkeit wahrgenommen. Es gibt mittlerweile fundierte Studien, die eine positive Wirkung der Achtsamkeit auf den Menschen hat. So können dadurch Ängste aufgelöst werden und vor allem Stress abgebaut werden. 

Das höchste Ziel in der buddhistischen Meditation ist die Wiedervereinigung mit dem Nirvana - dem Nichts. Das wird im Buddhismus als Christus-Bewusstsein oder auch als Erleuchtung genannt.

60. Was ist die tranzendentale Meditation?

Die transzendentale Meditation (TM) wurde  von dem Inder Maharishi Mahesh Yogigegründet. Die Wurzeln dieser Meditation liegen im Yoga.

Sie wird ausschließlich durch persönliche Unterweisung von einem Lehrer weitergegeben. Maharishi Mahesh Yogi hat eine Reihe bestimmter meditativer Übungen aus dem Yoga zusammengefasst und daraus die transzendentale Meditation gemacht.

61. Was ist die Zazen-Meditation?

Die Zazen Meditation stammt aus dem Zen-Buddhismus. Sie bringt Geist, Seele und Körper zur Ruhe. Das Ziel dieser Meditation ist ein erleuchteter Zustand: Satori

Die Atmung spielt hier eine große Rolle. Die ersten paar Wochen wird nur die Atmung geübt. Es soll somit die Achtsamkeit geschult werden. Sobald die Gedanken vom Atem abweichen, muss wieder von vorne begonnen werden. 

62. Was ist die kontemplative Meditation?

Kontemplation bedeutet: in sich versinken. Es wird die Aufmerksamkeit nacht innen gerichtet und inneren Bildern gefolgt. Im Buddhismus ist diese Meditation ein sehr wichtiger Bestandteil der religiösen Praxis. 

63. Was ist die Metta-Meditation?

Die Metta-Meditation ist die Meditation der Liebe und der Güte. Sie zählt zu den wichtigsten Meditationen im Buddhismus. Sie soll der bedingungslose Liebe Raum und Platz geben. 

64. Was ist eigentlich die One-Moment-Meditation?

Diese One-moment oder one-minute-Meditation ist einfach wunderbar. Sie kann praktisch von jedem erlernt werden und bringt sofort positive Ergebnisse. Sie wurde von dem Buddhisten und Blogger, Martin Boroson, aus den USA entwickelt.

Dabei meditierst du wirklich nur eine Minute lang. Diese Meditation kannst du immer und überall machen:

  • im Büro
  • zu Hause
  • wenn du deine Kinder um dich hast
  • jetzt gerade im Stress bist
  • usw.

Du setzt dich einfach für eine Minute lang hin und beginnst damit deinen Atem zu spüren und deinen gedanklichen Fokus auf dich im Hier und Jetzt zu richten. Die Übung macht den Meister. Dieses Motto gilt ganz besonders für diese Meditation.

Viele berichten, dass nach regelmäßiger Anwendung wahre Wunder in ihrem inneren geschehen. Sie werden gelassener, konzentrierter und einfach glücklicher. 

die one-moment-meditation ist ein großartiger Einstieg in die wunderbare Welt der Meditation

65. Was ist eigentlich eine Mantra-Meditation?

Mantras sind Wortsilben, die immer wieder wiederholt werden. Dadurch kommt der Meditierende sehr schnell in eine Trance, weil durch das ständige Wiederholen eine gewisse Energie entsteht.

Mantras können entweder gesprochen, gesungen oder einfach nur in Gedanken geübt werden. 

Das bekannteste Mantra ist sicher "om"

66. Was bedeutet OM?

OM ist der transzendentale Urklang und eines der erhabensten Mantren. Das OM-Zeichen ist das Zeichen der göttlichen Einheit. 

In der Meditation wird OM als A-U-M ausgesprochen. 

Dieses Mantra steht für Frieden und die Einheit mit dem Leben

67. Was ist die dynamische Meditation nach Osho?

Die dynamische Meditation wurde von dem bekannten spirituellen Lehrer Osho entwickelt. Sie gliedert sich in 5 dynamische Phasen. Idealerweise sollte diese Meditation früh am Morgen geübt werden. Meditationsdauer ist mindestens eine Stunde.

Dieses Meditation ist eher für Fortgeschrittene Meditierende gedacht. Sie bedarf etwas Übung und du solltest dich in verschiedenen Atempraktiken und Visualisierungstechniken gut zurecht finden.

68. Was ist die Vipassana Meditation?

Die Vipassana Meditation ist eine spirituelle Meditationsart um den Geist zu beruhigen udn in die innere Mitte zu stärken. Sie wird von verschiedenen Meditationslehrern in Form von 10-Tageskursen gelehrt. 

Vipassana kommt aus dem indischen und bedeutet: "die Dinge so zu sehen wie sie sind!"

Mit dieser Meditation lernst du gezielt die Wahnehmung und die Konzentration zu schulen. 

Meditation: Hilfsmittel

69. Kann ich vor der Meditation ein Räucherstäbchen anzünden?

Wenn du möchtest, natürlich. Achte aber darauf, dass der Raum nicht zu sehr vernebelt wird dadurch. Ich mag es gerne, wenn der Räucherduft nur sehr dezent im Raum ist. 

Tipp:

Achte aber auf die Herkunft der Räucherstäbchen. Denn viele dieser Produkte werden durch Kinderarbeit produziert. Verlange vom Verkäufe eine Herkunftsbescheinigung. Im Zweifelsfalle verzichte einfach darauf.

70. Kann ich ätherische Öle verwenden?

Ja klar. Die ätherischen Öle haben meist eine sehr intensive Wirkung und verstärken die Trance. Lass dich aber von einer Fachperson beraten. Manche Öle sind zum Beispiel sehr aktivierend und sollten nicht für die Meditation verwendet werden. 

Achte auch die Qualität der ätherischen Öle. Nicht alle Öle sind rein ätherisch. Du kannst das ganz einfach testen, indem du ein weißes Blatt Papier nimmst und ein paar Tropfen vom Öl darauf gibst. Warte dann ca. 3 bis 5 Stunden. Wenn danach kein Ölfleck am Papier zu sehen ist, dann hast du ein sehr hochwertiges und reines ätherisches Öl. Siehst du noch einen Fleck Öl, dann ist das Öl mit anderen Ölen verdünnt. 

Erstaunlicherweise habe ich bei den berühmten YoungLiving verdünnte Öle entdeckt, die als rein ätherische Öle angepriesen wurden. 

71. Kann ich mit Musik meditieren?

Ich persönlich meditiere mit Musik am liebsten. Wenn ich jedoch im Wald bin oder auf einer Wiese, dann brauche ich keine Musik. Es kommt aber auch sehr auf die Musik an sich an. Denn nur wenige Titel gefallen mir.

Achte darauf, dass die Musik keine Höhepunkte und keinen Gesang hat. Das würde dich zu sehr ablenken. Sehr gut geeignet ist zum Beispiel Flötenmusik oder sphärische Klänge.

Tipp:

Die Musik soll dich in deiner Meditation unterstützen und nicht ablenken.

72. Welchen MP3 Player soll ich verwenden?

Wenn du gerne mit Musik meditierst, dann ist der Player natürlich ein Thema. Verwende Player mit guten Boxen. Je besser der Sound, desto schneller kommst du in die Trance.

73. Kann ich Kopfhörer verwenden, wenn ich mit Musik meditiere?

Verzichte lieber darauf. Kopfhörer könnten dich zu sehr ablenken. Außerdem bekommst du dann nicht mit, was um dich herum passiert. Das kann wiederum die Entspannung oder die Trance verhindern. 

Meditation mit
einem Partner

74. Kann ich mit einem Partner meditieren?

Ja klar! Das kann eine wunderschöne Erfahrung sein. Die gemeinsame Meditation stärkt die Verbindung zu einem anderen Menschen und die Energie kann dadurch frei fließen. Du kannst auch mit mehreren Meditationspartnern meditieren. Du kannst gerne deine Freunde für eine gemeinsame Meditation einladen. 

75. Wie soll die Meditation mit einem oder mehreren Partnern gemacht werden?

Es gibt viele Möglichkeiten. Ich empfehle zu Beginn, dass ihr vorher gewisse Vereinbarungen trefft:

  • Legt gemeinsam fest, ob ihr mit oder ohne Musik meditiert. 
  • Wenn ihr mit Musik meditiert, einigt euch auf eine gemeinsame Musik und Lautstärke
  • Klärt vorher wo ein jeder Meditationsteilnehmer seinen Meditationsplatz einnehmen soll.
  • Einigt euch darüber was nach der Meditation geschehen soll. Verlässt der erste der fertig ist den Raum? Oder bleibt er so lange sitzen, bis alle fertig sind?

Eine gemeinsame Meditation kann eine wunderbare Erfahrung für die Beziehung zueinander sein. 

76. Geht respektvoll miteinander um

Der wichtigste Grundsatz für die Meditation in einer Grupp eist der respektvolle Umgang untereinander. 

Allgemeine Tipps und Fragen 

77. Ist Yoga auch eine Art Meditation?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Yoga besteht aus verschiedenen Disziplinen, in denen Meditation eine Rolle spielt. Einfach gesagt: schließt eine jede Yoga-Übung mit einer Meditation ab. Es werden zunächst Körperübungen gemacht um danach in der Meditation in einen tiefen Trancezustand zu kommen. Das Ziel des Yoga ist es Geist, Seele und Körper in Einklang zu bringen. 

78. Muss ich Yoga machen, damit ich Meditation lernen kann?

Nein, sicher nicht. Du brauchst die Asanas (Körperübungen) aus dem Yoga nicht machen, um Meditation zu lernen. Somit brauchst auch nicht diese anstrengenden Sitzhaltungen aus dem Yoga für deine Meditation machen. 

Yoga ist eine spirituelle Praxis. Bei uns im Westen gibt es das Phänomen, dass die spirituelle Komponente vollkommen aus dem Yoga entfernt wurde, und nur mehr die Körperübungen praktiziert werden. Meiner Meinung nach ist das kein richtiges Yoga mehr. 

79. Ist MBSR auch eine Art von Meditation?

MBSR-MBCT ist eine meditative Achtsamkeitspraxis, die nachweislich positive Ergebnisse auf die Gesundheit des Menschen hat. Diese Technik wurde 1979 von Prof. Jon Kabat-Zinn und seinen MitarbeiterInnen an der Universitätsklinik von Massachusetts (USA) entwickelt. 

Der Ursprung von MBSR liegt im Buddhismus bzw. in der buddhistischen Achtsamkeitspraxis. Es wurde jedoch der spirituelle Faktor vollkommen entfernt und eine "Achtsamkeits-Methode" daraus gemacht. 

Diese Methode ist jedoch sehr wirkungsvoll. Wenn du jedoch auch spirituell interessiert bist, wirst du möglicherweise davon enttäuscht sein. 

Ein großer Nachteil dieser Methode ist meiner Meinung nach, der Aufwand sie zu erlernen. In den Kursen wird empfohlen täglich 1,5 Sunden lang zu üben. 

Ein großer Vorteil ist aber die Wirksamkeit. Du erlernst mit dieser Methode eine wunderbare Fähigkeit: nämlich Achtsamkeit mit dir selbst und dem Leben um dich herum. Und diese Fähigkeit bleibt dein ganzes Leben lang erhalten. Daher lohnt es sich alle Mal diese Methode zu erlernen. 

80. Kann ich mit Meditation auch meine Selbstsicherheit stärken?

Ja klar. Es gibt dafür wunderbare Selbstsicherheits-Meditationen. Du kannst zum Beispiel eine wunderschöne Mantrameditation daraus machen. Das funktioniert so:

Überlege dir zunächst ein passendes Mantra:

  • mehr Selbstbewusstsein oder
  • stark und selbstsicher oder
  • immer selbstsicherer

Wenn du dein Mantra definiert hast, merke es dir gut. Triff dann deine Vorbereitungen für die Meditation und führe dich in Trance. Wenn du so richtig entspannt bist, dann wiederhole in deinen Gedanken oder in Worten dein Mantra. Wiederhole es immer und immer wieder. Bis du so richtig die Stärke und Selbstsicherheit in dir fühlen kannst. Genieße diesen wunderbaren Zustand und mache dann deine Rücknahme.

81. Gibt es eine Meditation gegen Angst?

Ja und nein. Es kommt darauf an, wie die Angst beschaffen ist. Was jedoch wirklich gut hilft bei Ängsten und Panikattacken ist die Atemmeditation. Sie lenkt dich von der Angst ab und holt dich ins Hier und Jetzt. Gerade in Situation, in denen du Panik verspürst, kann eine tiefe Atmung und die Atemmeditation Wunder wirken. 

82. Muss ich an Gott glauben, damit ich Meditation lernen kann?

Nein. Das musst du nicht. Der Gottesbegriff ist immer mit Religion oder Spiritualität verbunden. Du kannst Meditation ganz einfach nur für dich machen. Ohne einer religiösen Tradition verpflichtet zu sein. 

83. Was ist eigentlich die Erleuchtung?

Das wird in den Religionen unterschiedlich definiert. Der Begriff an sich kommt aus dem Buddhismus und ich werde die Betrachtung der Erleuchtung dem Buddhismus nach erklären.

Der Legende nach fand Gautamo Siddharta unter einer Baum an einem Fluss die Erleuchtung. Er erkannte, dass er ein integraler Bestandteil des unendlichen Seins ist. Dabei geht es nicht um das Wissen, sondern viel mehr um die Erfahrung. 

Die Erleuchtung kann der Mensch nur durch Erfahrung und Bewusstsein erlangen. Wenn der Mensch diesen Zustand erreicht hat, dann verlässt er das Rad des Samsara. 

84. Was ist eigentlich das Rad des Samsara?

Das ist wieder ein Begriff aus dem Buddhismus und beschreibt den Zyklus der Wiedergeburt. Nebenbei bemerkt: der Großteil der Menschheit glaubt daran, dass die Seele wieder geboren wird. 

85. Nimm dir nicht zuviel vor

Beginne mit kleinen Schritten. Am Beginn ist es wichtig, dass du schnelle Erfolgserlebnisse verbuchen kannst. Daher beginne mit einer kurzen Meditation. 5 Minuten reichen vollkommen für den Anfang. Als Einstieg eignet sich die One-Moment-Meditation sehr gut dafür.

86. Lobe dich für eine Erfolge

Wir Menschen neigen oft dazu, die Fehler hervorzuheben und das Positive zu ignorieren. Ich empfehle dir wirklich, dass du deine Meditationserfolge positiv hervorhebst. Schreibe sie dir in dein Tagebuch und hebe dir diese Momente für Zeiten auf, in denen es nicht so gut läuft. 

87. Was tun, wenn ich nicht entspannen kann

Willkommen im Club! Das passiert mir heute auch manchmal. Obwohl ich 20 Jahre Meditationserfahrung habe. Mach dir nichts daraus. Hauptsache du hast es versucht. Morgen ist ein anderer Tag mit anderen Chancen und Möglichkeiten. 

88. Zwinge dich nicht zur Meditation

Wenn du wirklich keine Lust für die Meditation hast, dann zwinge dich nicht dazu. Das führt nur zu Frustration und die Motivation geht dabei verloren. Sei freundlich mit dir und verschiebe deine Meditation auf einen späteren Zeitpunkt.

89. Lege dir ein Meditationstagebuch zurecht

Das ist eine der großartigsten Dinge, die ich dir empfehlen kann. In diesem Tagebuch notierst du dir zunächst mal, welche Meditation du gemacht hast. Und du schreibst dir auf was du währende der Meditation empfunden hast. Glaube mir, wenn du später mal in deinem Tagebuch liest, wirst richtig verblüfft sein.

90. Ich mache keine Fortschritte! Was mache ich falsch?

Erwartest du dir vielleicht zuviel von dir? Viele Menschen machen den Fehler, dass sie glauben nach 2 oder 3 Mal meditieren sich gleich das ganze Leben verändern wird. Das ist nicht der Fall! Die Veränderung muss Schritt für Schritt erfolgen. Lass dir also Zeit. 

Hier eine kleine Anregung: Machst du Meditation weil du Freude daran hast? Oder nur weil du ein gewisses Ergebnis erwartest?

Wenn du nur ein Ergebnis erwartest, dann verlangst du womöglich zu viel. Das wichtigste ist, die Freude an der Meditation. Sie muss dir gut tun. Erst dann werden die Ergebnisse nach und nach in dein Leben fließen. 

91. Hat Meditation etwas mit Positiven Denken zu tun?

Nein. Absolut gar nichts. Das positive Denken ist eine Modeerscheinung aus den USA. Mittlerweile haben viele Menschen festgestellt, dass das Positive Denken nicht wirklich funktioniert. 

In der Meditation konzentrierst du dich nicht nur auf das Denken. Sondern du konzentrierst dich auf das Fühlen und Wahrnehmen. Das ist allumfassender und wirkungsvoller.

92. Hat Meditation etwas mit Mentaltraining zu tun?

In gewisser Weise ja. Obwohl Meditation kein Mentaltraining ist. Denn das Mentaltraining ist reine Visualisierung und Zielvorstellung. Das heißt, es wird ein gewisses Ergebnis erwartet. Es wird eine Absicht ganz konkret auf ein Ziel gerichtet.

Bei der Meditation wird oft auf die Absicht verzichtet. In vielen Meditationsarten möchte man einfach nur das jetzige Gewahrsein spüren. 

93. Muss ich zuerst visualisieren können, damit ich Meditation lernen kann?

Nein das brauchst du nicht. Visualisierung hat mit Meditation nicht wirklich viel zu tun. 

94. Was ist eigentlich die Gebetsmeditation?

Die Gebetsmeditation ist meiner Meinung nach eine sehr wirkungsvolle Art der Meditation. Du führst dich zunächst in eine Trance und richtest ganz speziell deine Aufmerksamkeit, deine Gefühle und deinen Geist auf die Schöpferkraft. Wenn du eine starke Verbindung mit dieser Schöpferkraft spürst, richtest du ein ganz spezielles Gebet an den alles umfassenden Geist. 

Die Gebetsmeditation verwenden viele Heiler und spirituelle Meister. In manchen spirituellen Schulen darf der Schüler erst nach jahrelanger Übung eine Gebetsmeditation machen. 

95. Was bedeutet eigentlich Gebet?

Das Gebet bedeutet wörtlich: sprechen mit Gott. Es wird auch als an Gott gerichtetes Bitten verstanden. Achte darauf, dass dieses Bitten kein Flehen wird. Denn Flehen entsteht immer aus einem gewissen Mangelgefühl heraus. Das wahr Erbitten erfolgt in Verbindung mit Dankbarkeit. Erbitte und sei dankbar, dass du es erhalten wirst.

96. Meine Familie hat kein Verständnis für Meditation?

Ja, das gibt es. Bei meiner Familie war das ebenso. Sprich einfach nicht mit deiner Familie darüber. Suche dir gute Freunde, die dir zuhören und dich motivieren. 

97. Hat Meditation was mit einer Sekte zu tun?

Nein sicher nicht! So etwas behauptet nur jemand, der wirklich keine Ahnung hat. Vergiss diese Ansagen. Sie haben keinen Wert.

98. Soll ich immer wieder die gleiche Meditation machen?

Nein, das musst du natürlich nicht. Für den Anfänger ist vielleicht sinnvoll. Aber für Fortgeschrittene kann das langweilig werden. Es macht durchaus Sinn, wenn du experimentierst.

Setze dir Ziele. Möchtest du zum Beispiel dein Selbstbewusstsein stärken? Prima! Dann mach du eine Selbstsicherheitsmeditation für die nächsten 10 Tage. 

Möchtest du mehr Achtsamkeit in deinem Leben. Großartig! Dann mach eine Achtsamkeitsmeditation für die nächsten 10 Tage.

99. Kann ich auch 2 mal am Tag oder öfter meditieren?

Aber klar! Wenn du die Zeit dafür hast, kannst du auch mehrmals am Tag meditieren.

100. Was ist eigentlich ein Meditationsretreat?

Retreat ist ein englischer Begriff und bedeutet Rückzug. Retreats dienen zur Einkehr und Besinnung auf sich selbst. In Retreats sind Meditationen sehr wichtig. Aber nicht das einzige Element. Es gibt Selbsterfahrungsübungen, Vorträge und Achtsamkeitsübungen. Ein Retreat kann eine wunderbare Erfahrung sein und dich wieder in deine Mitte bringen. 

101. Muss ich beim Meditieren unbedingt sitzen?

Nein das musst du nicht. Es gibt auch wunderbare Gehmeditationen. So kannst du zum Beispiel eine Achtsamkeitsmeditation aus deinem Spaziergang machen. Versuche einen jeden Schritt zu spüren. Wie fühlt sich dei Fußsohle an, wenn du den Fuß auf den Boden sinken lässt? wie fühlt sich dabei dein Unterschenkel an?

Du kannst natürlich deine Meditation auch im Liegen machen. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass du einschläfst.

102. Was ist, wenn ich keinen ruhigen Ort finden kann?

Tja, manchmal sind die Handwerker im Haus und es gibt keinen ruhigen Ort. Dann mache einfach eine Erlebnismeditation daraus. Nutze die Geräusche um dich herum. Das ist ein kleiner Trick aus der Hypnose. Wenn du den Bohrer hörst, dann sag dir innerlich: "Die Entspannung bohrt sich immer mehr in mein Sein...dadurch finde ich meine innere Oase...usw."

Ich hatte mal so ein Erlebnis während einer Meditationsbehandlung. Die Kientin berichtete im Anschluss, dass sie noch nie so tief entspannt war - trotz Bohrer.

103. Kann ich mit Meditation auch Schmerzen los werden?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Die Meditation wird mittlerweile in einigen Therapien eingesetzt um Schmerzpatienten zu helfen. Krebspatienten berichten immer wieder, dass sie durch Atemmeditation ihre Schmerzen in den Griff bekommen. 

Ich glaube jedoch nicht daran, dass Schmerzen mit Meditation weggezaubert werden können. Das macht auch keinen Sinn. Denn Schmerzen sind meist ein Hilfesignal deines Körpers. Und diese Signale solltest du wahrnehmen können.

Vielleicht möchtest du gar nicht dein Schmerzen los werden? Sondern Heilung finden? Da kann die Meditation sehr wertvoll für dich werden. 

104. Was sagt die Wissenschaft zur Meditation?

Meditation ist mittlerweile schon sehr gut erforscht und viele positive Wirkungen auf den Organismus können in wissenschaftlichen Studien bestätigt werden. Der Dalai Lama hat dafür die Wege bereitet. Für ihn war es stets wichtig, eine fundierte wissenschaftliche Basis für die Wirkung der Meditation zu schaffen. 

Eine sehr ausführliche Seite über die Wissenschaftlichen Studien und die Wirkung der Meditation auf den Menschen findest du hier:

Meditation und die Wissenschaft

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