Meditation Vorbereitung: das Geheimnis für eine tiefe Trance

Meditation Vorbereitung

Wenn ich in meinen Kursen von "Meditation vorbereiten" spreche, ernte ich oft fragende Blicke.

"Meditation vorbereiten? Was soll ich denn da großartig  vorbereiten?" fragen mich häufig die Kursteilnehmer.

Eine gute Vorbereitung ist enorm wichtig, wenn du Meditation lernen möchtest. Sie ist die Voraussetzung für eine gelungene Meditation. Sie ist das Geheimnis für eine tiefe und schnelle Trance.

Je stärker das Fundament, desto größer kannst du dein Haus bauen.

Während der Meditation solltest du dich wohl und sicher fühlen. Deine Meditation sollte wie eine Zeremonie sein. Folgende Punkte werden dir dabei helfen eine stabile Grundlage für dein persönliches Ritual zu schaffen.

Definiere deine Meditationsziele

Meditation ist mehr als nur stummes Herumsitzen. Daher ist es auch wichtig, dass du vorher schon weißt warum du jetzt meditieren möchtest. 

Willst du einfach nur entspannen? Möchtest du dich auf einen Wettkampf vorbereiten? Oder willst du sogar Ängste und Panik überwinden?

Es gibt viele Gründe für eine Meditation. Einfach so ins Blaue hineinmeditieren bringt meist nicht viel und sorgt auf lange Sicht für Frustration. Die Motivation schwindet, wenn du keine Ziele für deine Meditation hast. 

Eine sehr gute Hilfe ist dabei das Meditations-protokoll. Das ist einfach nur eine DIN A4 Seite auf der du folgende Fragen beantwortest:

  1. Was möchte ich heute mit meiner Mediation erreichen?
  2. Welche Art der Mediation brauche ich dafür?
  3. Wie lange möchte ich heute meditieren?
mediationsprotokoll

Wann sollst du meditierst?

Wann ist die beste Zeit für die Meditation? Ehrlich gesagt: das weiß ich nicht!

Ich kann dir nur sagen, wann für mich die beste Zeit ist. Ich meditiere am Morgen am liebsten. Da komme ich am schnellsten in die Trance. 

Mein Tipp: Experimentiere doch mit der Tageszeit. Viele berichten, dass sie am Abend bestens entspannen können. 

Manche Menschen meditieren sogar 2 Mal am Tag. Zuerst am Morgen und dann am Abend vor dem zu Bett gehen. 

Wenn du deine optimale Tageszeit herausgefunden hast dann achte darauf, dass du regelmäßig zu dieser Zeit meditierst. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Je mehr Rhythmus und Regelmäßigkeit du in die Meditationspraxis bringst, desto mehr wirst du belohnt werden. 

Entscheide wie lange du meditierst

Viele sagen, man sollte mindestens 20 bis 30 Minuten meditieren. Doch mal ehrlich: schaffst du das jeden Tag?

Also ich schaffe das nicht, und ich meditiere schon seit 20 Jahren. Die Länger meiner Meditationen ist nie gleich. Manchmal meditiere ich 50, 30 oder auch nur 10 Minuten. Ganz oft werden es nur 5 Minuten. Wenn ich viel zu tun habe oder es schon spät ist, dann schaffe ich nicht mehr als ein paar Minuten. 

Im Büro zum Beispiel meditiere ich oft nur eine Minute.

Tipp: Auf die Qualität kommt es an - nicht auf die Länge!

Nicht die Dauer der Meditation ist entscheidend, sondern die Qualität der Meditation. Häufig erreichst du mit 5 Minuten tiefer Meditation mehr, was andere mit 20 Minuten unruhigem Herumsitzen erreichen.  

Es ist jedoch wichtig sich vor der Meditation Gedanken zu machen, wie lange du heute ungefähr meditieren möchtest. Lege also eine Zeitspanne für die Meditation fest und halte dich auch daran.

Du sendest damit wichtige Signale an dein Unterbewusstsein. Mit etwas Übung wirst du deine optimale Meditationsdauer herausfinden. 

Tipp: Bitte keinen Wecker!

Manche empfehlen einen Wecker zu stellen. Er soll dich daran erinnern wann Schluss ist. Ich halte nicht viel davon. Denn meistens bimmelt der Wecker genau dann, wenn ich in tiefster Trance bin. Das empfinde ich als ziemlich unangenehm.

Trage bequeme Kleidung

Mein Motto: mach es dir während der Meditation so gemütlich wie möglich. Dazu zählt natürlich auch die Kleidung. 

Achte darauf, dass du keine engen Gürtel trägst. Die Kleidung sollte dich schützend umhüllen und dich nicht einengen. 

Ziehe auch die Schuhe aus - auch die Hausschuhe. So fühlen sich deine Füße wohler und du spürst den Kontakt zum Boden besser.

Wenn dir kalt ist, dann lege eine Decke über deine Beine. Du kannst natürlich auch eine warme Weste anziehen. 

Im Büro kannst du dich wahrscheinlich nicht umziehen. Aber du kannst deine Schuhe ausziehen und es dir so gemütlich wie möglich machen. Falls der Gürtel zu eng ist, mach ihn einfach auf.

Tipp für Männer:

Nimm die Krawatte ab und mach den ersten Hemdknopf ruhig auf. Schließlich hast du jetzt Pause und machst Meditation. Da brauchst du keinen Businesslook!

Tue alles, damit du dich bei der Meditation richtig wohl fühlst. 

Beseitige Störquellen

Während der Meditation solltest du wirklich ungestört bleiben. Achte darauf, dass mögliche Störquellen vorher schon beseitigt sind. 

Störquellen können sein:

  • Handy
  • Computer
  • Mitbewohner
  • Mitarbeiter
  • abgeschlossene Türen
  • Haustiere

Handy

Das Handy hat in deinem Meditationsraum nichts zu suchen. Schalte es bitte aus und lege es an einen anderen Ort ab. Du bist für die nächsten 15 Minuten nicht erreichbar. 

Computer

Wenn du in deinem Raum sich ein Computer befindet, schalte ihn bitte ganz aus. Es gibt eine Ausnahme: das Büro. Hier ist es erlaubt auch neben einem Computer zu meditieren, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

Mitbewohner

Ganz wichtig! Gib deinen Mitbewohnern Bescheid. Sag ihnen, dass du die nächsten 15 Minuten nicht gestört werden willst. Das ist vielleicht die ersten paar Mal etwas ungewöhnlich für diene Mitbewohner. Aber die werden sich schon daran gewöhnen. 

Mitarbeiter

Was für deine Mitbewohner gilt, gilt auch für deine Mitarbeiter in deinem Büro. Denn schließlich kannst du dein Pause so nutzen, wie du es willst. Oder nicht?

Abgeschlossene Tür!

Ein wichtiger Punkt, den viele übersehen, ist die Tür zu deinem Meditationsraum. Dein Unterbewusstsein möchte dich beschützen. Wenn du in einem abgeschlossenen Raum bist, dann kann es vorkommen, dass du nicht entspannen kannst. Unser limbisches System ist stets auf Flucht vorbereitet. Es könnte Feuer ausbrechen und dann hast du keine Fluchtmöglichkeit. Am besten ist es, du machst die Tür zu, sperrst sie nicht ab und klebst ein Stück Papier drauf:

"Bitte nicht stören!"

ruhe bitte

Haustiere

Solltest du Haustiere in deinen 4 Wänden als Mitbewohner haben, dann gib ihnen was zu fressen. Somit sind sie beschäftigt und du hast deine Ruhe. 

Bereite deinen Meditationstempel vor

Deine Mediation sollte wie eine Zeremonie in einem Tempel sein. Einen Temple sollte man schön gestalten.

Hier ein paar Tipps dafür:

  • Räume deinen Meditationsraum auf und mach ihn sauber
  • Sorge für frische Luft (kurz vorher die Fenster öffnen)
  • Stell schöne Blumen auf deinen "Meditationsaltar"
  • Stell ein Bild hin, das dich inspiriert
  • Zünde eine weiße Kerze an (weiße Kerzen sind neutral und gut geeignet dafür)
  • drehe die Heizung rechtzeitig auf, damit es warm ist
  • bereite die stimmige Meditationsmusik vor: bitte nicht mit Handy abspielen. Verwende einen MP3-Player oder einen CD-Spieler. Es geht dabei weniger um die Strahlung.  Sondern darum, dass dich am CD-Play niemand anrufen kann und du keine SMS checken musst. 

Du merkst schon: deine Meditation sollte zu einem Ritual werden. Rituale helfen uns schneller in die Trance zu finden. Dein Gehirn und dein Unterbewusstsein wissen schon was kommt, sobald du mit den  Vorbereitungen beginnst. 

Wähle die Sitzposition, bei der du entspannen kannst

Nichts ist störender als eine unbequeme Sitzhaltung. Achte darauf, dass du beim Meditieren richtig gut entspannen kannst. Das gelingt am besten auf einem Sessel. Denke daran: du machst Meditation und kein Yoga!

Fazit

Diese Tipps helfen dir die eine optimale Mediation zu erleben. Die Vorbereitung der Meditation ist meiner Meinung nach genauso wichtig wie die Meditation selbst. 

Nimm dir wirklich Zeit und bereite die Meditation optimal vor. Das ist auch für dein Unterbewusstsein wesentlich. Denn durch die Vorbereitungszeit weiß dein Gehirn: "Ah! Jetzt wird meditiert! Hurra!"

Das Ergebnis wird sein, dass du besser und schneller in deine Meditation hineinfindest.

Jetzt bist du dran: definiere dein persönliches Ritual, mit dem du Meditation praktizieren möchtest. 

Click Here to Leave a Comment Below 0 comments
>