Weniger ärgern – mit dieser Methode ist das ganz einfach!

weniger ärgern

Neulich bin ich wieder einem wunderprächtigen, netten und selbstherrlichen Arschengel begegnet. Du weißt schon, Arschengel sind eigentlich Engelwesen in Menschengestalt. Sie haben für dich eine wichtige Botschaft. So auch mein Arschengel. Ich begegnete ihm auf der Straße. Ich war gerade mit meinen Jungs unterwegs. Mein jüngerer Sohn, 3 Jahre, saß im Kinderwagen und mein älterer stand am Buggy-Board. Wir wollten die Straße überqueren. Ich war schon am Zebrastreifen, plötzlich erschien uns der engelhafte A…h!

Er fuhr einen fetten Mercedes, hatte eine dicke Sonnenbrille im Gesicht und gab so richtig Gas. Als er uns erblickte, drückte er auf die Tube und wich auf die Überholspur aus. Ich konnte gerade noch unser Kinderwagen-Gefährt stoppen. Ohne meiner heldenhaften Reaktion, hätte uns der A-A-Engel gerammt. Du kannst dir meine Reaktion vorstellen. Zuerst war da Fassungslosigkeit. Danach kam der Stinkefinger und schließlich endete meine Gefühlsschaubahn in Wut und Ärger.

Kennst du solche Situationen? Ich bin mir sicher, dass du auch schon mal so etwas ähnliches erlebt hast.

Soweit meine Geschichte.

Ich bin schon seit fast 20 Jahren als psychologischer Berater, Coach und Heiler tätig. In unzähligen Seminaren habe ich meinen TeilnehmerInnen Tipps und Tricks gegeben, wie sie mit solchen Situationen umgehen können. Trotzdem ertappe ich mich immer wieder, dass ich in diesen besonderen Situationen beinahe ausraste.

Will mir das liebe Leben dadurch etwas sagen?

Warum werden mir immer wieder diese Arschengel geschickt?

Das muss doch einen Grund haben?

Es hat einen Grund! Ich muss einfach noch mehr trainieren. Diese Arschengel sind sozusagen meine Trainer. Sie helfen mir meine Gefühle noch besser zu erkennen.

Danke lieber A-A-Engel!

Doch wie gelingt so was? Ich meine, wir kenne alle diese TV-Konfrontationen, in denen sich Politiker gegenseitig beschimpfen und beleidigen. Doch in den meisten Fällen bleiben sie cool und souverän. Nur selten flippt da jemand aus.

Hast du dich schon mal gefragt, wie die das schaffen?

Ich schon. Und ich werde dir heute in diesem Artikel eine sehr wirkungsvolle Antwort geben:

Denken wie ein Shaolin

Du kennst sicher die Shaolin-Mönche. Sie haben unglaubliche Fähigkeiten. Sie besitzen absolute Selbstkontrolle. Gefühle haben sie stets im Griff.

 

Es gibt ein wunderbares Buch, das sich mit der Denkweise von Shaolinmönchen beschäftigt. Der Autor, Bernhard Möstl, lebte einige Zeit mit den Shaolins und durfte viele ihrer Geheimnisse kennen lernen. In seinem Buch, Denken wie ein Shaolin, schreibt er darüber.

Aus diesem Buch ist mir eine Technik besonders in Erinnerung geblieben. Diese Übung habe ich etwas weiterentwickelt. So dass sie jederMann/jedeFrau mühelos selbst durchführen kann.

Weniger ärgern – eine Anleitung

Du denkst also an deinen Arschengel. Du kannst ihm oder ihr natürlich auch einen anderen Namen geben. Ich verwende häufig die Bezeichnung Coach.

Mein Coach hilft mir also meine Gefühle zu kontrollieren.

Diese Anleitung kannst du dir übrigens kosten runterladen. Hier kommst du zum Download…

Schritt 1:

Du stellst dir die Szene noch einmal vor und achtest auf deine Gefühle. Du kannst dir dabei folgende Fragen stellen:

Welche Gefühle hatte ich in dieser Situation?

War Zorn und Wut dabei?

Schritt 2:

Wie stark war der Ärger? Dabei hilft dir die Zornskala.

zornskala

Schreib dir die Zahl auf.

Schritt 3:

Jetzt unterbrichst du dein Denkmuster mit folgender Vorstellung..

Stell dir vor du triffst nette ChinesenInnen. Es handelt sich um Touristen und du möchtest ihnen von deiner Begebenheit erzählen. Dabei bemerkst du, dass sie kein Wort Deutsch sprechen. Versuche nun dir vorzustellen, wie du Ihnen deine Ärger-Situation bildhaft mit Mimik und Gestik beschreibst.

Hinweis: Schmunzel und Lächeln sind erlaubt und sogar erwünscht 😉

Nach ein paar Minuten nimmst du wieder die Zornskala zur Hand und fragst dich:

Wie intensiv ist mein Ärger jetzt?

Die Zahl geht nach unten? Großartig.

Stell dir jetzt vor du triffst weitere Touristen. Diesmal handelt es sich um Japaner. Auch ihnen möchtest du über deinen Zorn berichten. Leider sprechen auch sie kein Deutsch (so ein Pech aber auch). Also musst du wieder mit Zeichensprache deinen Frust kund tun.

Wie sieht es jetzt mit deiner Zornskala aus? Bist du schon auf 3?

Wenn du nämlich bei 3 angelangt bist, kannst du die Übung beenden. Dann tut dir der Ärger nicht mehr weh und du hast dieses Gefühl wunderbar los gelassen.

Der Sinn dieser Übung besteht darin, dass du ein anderes Bild in deinem Kopf zu dem Zornbild fügst. Durch dieses positive Bild verliert das Zornbild seine negative Energie.

Die Übung macht den Meister

Je öfter du diese Übung machst, desto besser wird sie dir gelingen. Unser Gehirn ist sozusagen ein “Gewohnheitstier”. Es möchte so ziemlich alle Vorgänge als Gewohnheit abspeichern. Unser Gehirn verarbeitet unglaublich viele Informationen in Bruchteilen von Sekunden. Da ist es hilfreich, wenn es eine gut sortierte Datenbank hat, in der sie auf die Informationen rasch zugreifen kann.

Im Klartext bedeutet das, wenn du die Übung oft genug machst, dann brauchst du nur an die ärgerliche Situation denken, stellst dir vor, dass du sie den Chinesinnen erklären sollst und schon ist der Ärger auf einer Skala von 3. Ein Lächeln macht sich über dein Gesicht breit und du kannst dich wieder den wichtigen Angelegenheiten deines Lebens widmen.

Fazit

Ein jeder Mensch hat sich schon mal geärgert. Sogar Jesus hat mal den Tempel kurz und klein geschlagen und alle verjagt. Dann darfst du dich doch auch mal ärgern. Das ist schon o.k. Doch achte darauf, dass du schnell wieder raus kommst aus diesem Zorn. Denn auf die Dauer bekommt dir Wut nicht gut. Wenn du Zorn oder Ärger verdrängst, dann kannst du ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommen.

Es gibt viele Wege um mit Ärger um zugehen. Ich habe dir mit diesem Artikel eine gute Möglichkeit gezeigt, ganz einfach negative Gedanken und Gefühle los zulassen. Probiere die Übung doch mal aus. ich würde mich über Erfahrungsberichte sehr freuen. Hinterlasse mir doch einfach eine Kommentar.

Denke daran: du bist großartig!

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