Depression Selbsthilfe: 8 Selbsthilfemethoden mit verblüffender Wirkung

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Du kannst in einer akuten Depression Selbsthilfe praktizieren. Wenn du während einer depressiven Episode nach Selbsthilfemethoden suchst, wirst du mit unzähligen Tipps überhäuft. Diese Methoden haben ihre Berechtigung und sind gut. Doch es ist mühsam sich da alles durch zu lesen und das Richtige für einen herauszufinden.

Die häufigste Empfehlung ist: „Mache Sport!“

Tja, Sport hilft zwar! Aber diese Empfehlung kann nur von jemanden kommen, der selbst nie depressiv war.

Denn eines der größten Probleme während einer depressiven Phase ist die Antriebslosigkeit. Wenn du schon mal depressiv warst, dann weißt du wovon ich spreche.

Den Arsch hochkriegen und etwas machen! Das ist das Problem während einer Depression.

Hast du schon mal deinen PKW anschieben müssen, weil die Batterie leer war? Ja? Dann weißt du sicher auch, dass der erste Moment der Schwierigste ist. Die Karre ist extrem schwer. Du stemmst dich dagegen und die Reifen bewegen sich einfach nicht.

Du wendest alle Kraft auf, die du hast und plötzlich beginnt dein Wagen zu rollen. Das Verblüffende ist, wenn die Kiste mal rollt, dann brauchst du plötzlich nicht mehr so viel Kraft.

So kannst du dir das auch mit dem TUN vorstellen. Wenn du in einer depressiven Phase bist, dann will „deine Seelen-Kiste“ sich einfach nicht bewegen! Auch wenn du enorme Kraft aufwendest.

Es wäre doch toll, wenn du statt deiner Muskelkraft einfach einen Abschleppwagen anhängen kannst und die Sache rollt. Dieser Abschleppwagen sollen diese Methoden hier sein hier sein!

Depression Selbsthilfe: Hör auf zu kämpfen

Druck erzeugt Gegendruck. Ein jeder Kampf hat immer einen Verlierer. Beim Kampf gegen Depressionen bist das meistens du selbst. Meine erste Empfehlung ist also:

Hör auf zu kämpfen!

Aber Vorsicht: Bitte verwechsel diese Empfehlung nicht mit dem Aufgeben. Du sollst einfach nur innerlichen Frieden schließen!

„Alles schön und gut. Aber wie soll das gehen?”

Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt:

Depression Selbsthilfe: Nimm deine Krankheit an!

Erst wenn du etwas annimmst, kannst du es auch verändern. Wenn dir der Postbote einen Liebesbrief von deinem Angebeteten zustellt und du den Brief aber nie aufmachst und liest, sondern gleich in den Mülleimer schmeißt, dann wirst du die Botschaft dieser Nachricht nie erfahren.

Du fragst dich jetzt sicher, was das mit deiner Depression zu tun hat? Ganz einfach:

Die Depression ist eine Botschaft von deiner Seele. Sie möchte dir auf diese Art und Weise mitteilen, dass du etwas ändern musst in deinem Leben. Sie möchte dich wachrütteln.

“Geh Du vor”, sagte die Seele zum Körper, “auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich.”

“Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben”, sagte der Körper zur Seele. – Ulrich Schäfer

Eine jede Krankheit hat einen Sinn. Sie entsteht nicht einfach zufällig.

So wie eine jede Wolke am Himmel nicht zufällig entsteht, hat auch eine Eine jede Krankheit eine Ursache.

Die Entstehung einer Wolke ist einfach zu erklären:

Wasser wird von der Sonne absorbiert und am Himmel bildet sich Wasserdampf und danach die Wolken.

Wenn es ganz viele Wolken sind, dann beginnt es zu regnen und manchmal folgt Donner und Blitz.

So kannst du dir das auch mit der Depression vorstellen. Niemand würde auf die Idee kommen gegen Donner und Blitz zu kämpfen. Wenn ein Gewitter kommt, dann machen wir die Fenster zu und ziehen uns in unsere vier Wände zurück. Wir machen es uns auf der Couch gemütlich.

Wenn du also die Depression bemerkst, dann kannst du es genauso machen.

Mache es dir gemütlich und kümmere dich um deine Seele.

Depression Selbsthilfe Tipp: Nimm dich an und kümmere dich um dein Innenleben!

Depression Selbsthilfe: Atme pure Lebenskraft

Atem ist Leben. Ohne Atem könnten wir nicht leben. Der Atem ist die einzige Funktion, die wir unter Stress und Anspannung noch kontrollieren können.

Bist du bereit für die erste Übung? Großartig, dann legen wir los:

Nimm eine angenehme Position ein. Du kannst entweder sitzen, liegen oder auch stehen. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst.

Jetzt atme in den Bauch. Beim Einatmen muss der Bauch raus. Atme so tief ein, wie es für dich angenehm ist.

Danach lässt du langsam die Luft wieder nach außen gleiten. Du atmest langsam aus! Beim Ausatmen geht der Bauch wieder rein.

Und jetzt konzentrierst du dich auf folgende zwei Worte:

  • ruhig
  • entspannt

Beim Einatmen denkst du: rrruuuuuhhhiiiiiggggg

Beim Ausatmen denkst du: eeeennnnttttspaaaaannnnnt

Atme pure Lebenskraft!

Mache mindestens 10 Atemzüge.

Depression Selbsthilfe Tipp: Atme pure Lebenskraft!

Lesetipp: Die erstaunliche Kraft des Atmens

Depression Selbsthilfe: Kontakt herstellen

Diese Übung hat mir in meinen schwersten Depressionen sehr geholfen. Sie ist ganz einfach zu machen:

Du stellst dich aufrecht hin und konzentrierst dich auf deinen Atem. Achte darauf, dass du in den Bauch atmest. Beim Einatmen geht der Bauch raus und beim Ausatmen geht der Bauch wieder rein.

Dann nimmst du deine linke Hand und legst sie auf deinen Bauch. Dann nimmst du die rechte Hand und legst sie auf deinen Brustkorb.

Jetzt spüre, wie deine Hände dir Halt geben. Spüre die Wärme, die von deinen Händen ausgeht. Spüre, wie diese Wärme sich auf deinen Körper überträgt.

Konzentriere dich wieder auf deinen Atem und spürst gleichzeitig diese Geborgenheit, die von dem Atem und deinen wohligen Händen ausgeht.

Mache die Übung solange du möchtest. Du kannst sie auch mehrmals am Tag machen.

Anmerkung: Wenn dir die Tränen dabei kommen, lass sie ruhig zu. Das ist ein positives Signal von deiner Seele.

Du wist merken, dass du dich danach viel besser fühlen wirst. Sie wird dich aus deinem Tief rausholen.

Depression Selbsthilfe: Negative Gedanken stoppen

Diese Übung wirkt wahre Wunder. Ich habe sie schon in anderen Artikeln beschrieben.

Während meiner Depressiven Phasen plagte mich stets ein Gedankenkarussell. Ich konnte meine Gedanken einfach nicht abschalten.

Es war wie eine Negativspirale, die mich nach unten gezogen hatte. Wie ein Schiff, dass beginnt zu sinken und nichts kann es retten.

Doch es gibt eine Rettung. Diese Übung ist die Rettung:

Wenn du diesen Negativen Gedankenstrom in dir bemerkst, kämpfe nicht dagegen an. Du brauchst so etwas wie eine Peitsche um die Affenbande in deinem Kopf in den Griff zu bekommen.

Du bemerkst also die negativen Gedanken. Dann klatschst du in die Hände und sagst laut. „STOPP!“

Wenn du nicht alleine bist, dann kannst du auch leise aber bestimmt denken: „STOPP!“

Du wirst merken, dass die Äffchen in deinem Ober Stüberl für einen Augenblick ruhig sind. Es ist so, als ob jemand mit der Peitsche geknallt hat und die Affen den Atem anhalten. Und jetzt kommt ein wichtiger Moment. Du musst den Äffchen klar machen, dass du der Boss bist.

Das machst du am besten, wenn du die Gedanken hinterfragst. Frag doch mal:

„Welcher Gedanke quält mich am meisten?“

Vielleicht kommt als Antwort:

„ich bin zu nichts zu gebrauchen!“

Dann frage weiter: „Stimmt das wirklich? Kann ich mit absoluter Sicherheit sagen, dass das stimmt. Oder ist das nur eine negative Meinung, die ich habe?“

Du wirst bemerken, dass diese negativen Gedanken ausschließlich deine eigene Meinungen sind. Und diese Meinung hat mit der Wirklichkeit meist nichts zu tun. Stimmt ganz einfach nicht. Diese Übung wird dich aus deinem Opferdasein befreien, wenn du sie gewissenhaft machst.

Lesetipp: Negative Gedanken in positive Energie umwandeln

Depression Selbsthilfe: Wirkungsvolle Mittel von Mutter Natur

Mutter Natur hat viel für ihre Kinder zur Verfügung gestellt. Es gibt sehr brauchbare Mittel, um deine seelische Stimmung anzuheben. Diese Mittel haben so gut wie keine negativen Nebenwirkungen.

Ich habe einige Zeit Psychopharmaka genommen. Doch die Nebenwirkungen waren für mich so schlimm, dass ich sie wieder abgesetzt habe. Ich bin der Meinung, dass Psychopharmaka keine Lösung sind. Sie lindern die Symptome, bringen aber keine wirkliche Heilung.

Johanniskraut:

Der Münchner Neurologe und Psychiater Karl Daniel, stellte an einer Studie mit tausenden Patienten fest, dass eine Depression nicht unbedingt eine Störung des Gehirnstoffwechsels ist. Sondern sie betrifft die Befindlichkeit des gesamten Menschen.

Das Johanniskraut ist wirkungsvoller als manche Psychopharmaka. Die einzigartige Kombination von verschiedenen Wirkstoffen der Pflanze helfen den Menschen seine Stimmung nachhaltig aufzuhellen.

Du kannst Johanniskraut in Form von Tees oder von Präparaten einnehmen. Zu beachten ist, dass du hochkonzentrierte Extrakte dafür verwendest. Nur so entfaltet die Pflanze ihre Wirksamkeit.

Die Präparate, die du in der Drogerie bekommst sind meist nicht so hoch dosiert und wirken nicht so gut.

Ich kann dir auch das Präparat der Firma FürstenMED empfehlen. Ich habe sie selbst schon mehrmals erfolgreich verwendet.

Kürbiskerne

Eine Handvoll Kürbiskerne am Tag kann Ängstlichkeit und depressive Gefühle mildern. Kürbiskerne enthalten L-Tryptophan, welches beruhigend wirkt und den Blutdruck senkt.

Omega-3-Fettsäuren:

Selbsthilfe bei DepressionenWenn du wenig Omega-3-Fettsäuren zu dir nimmst, dann begünstigt das die Entstehung von Depressionen. Eine Studie an der Universität Bristol in England hat nachgewiesen, dass Omega-3-Fettsäuren Depressionen lindern kann.

Omega-3-Fettsäuren sind die in den Pflanzen enthaltene Alpha-Linolensäure (ALA). Im Körper wird ALA teilweise in langkettige Omega-3-Fettsäuren umgewandelt. Dieser Prozess ist für die Gehirnentwicklung sehr wichtig.

Eine andere Quelle von Omega-3-Fettsäuren ist  Fischöl. Hier wird empfohlen richtig fette Fische, wie zum Beispiel Lachs oder Makrelen, zu essen.

Mediterrane Kost und Rohkost

Eine Studie der Universität von Las Palmas de Gran Canaria zeigt, dass eine mediterrane Ernährung mit viel Früchten, Nüssen, Gemüse, Hülsenfrüchte und wahlweise Fisch Depressionen vorbeugt.

Interessant ist auch, dass Rohkost antidepressiv wirkt. Denn beim Kochen verlieren gerade Gemüse und Früchte sehr viele Inhaltsstoffe. Der Körper ist mit der Verdauung von denaturierter Lebensmittel mehr beschäftigt als mit frischen Früchten.

Depression Selbsthilfe: Selbstmassage

Hast du dich schon mal selbst massiert? Nein? Dann solltest du das tun. Es geht viel einfacher, als du vielleicht denkst.

Mische dir ein wohltuendes Öl aus:

  • Kokosöl
  • Sesamöl,
  • Maiskeimöl und
  • Sonnblumenöl

Von jedem Öl ein paar Tropfen. Diese Ölmischung erhitzt du in einem Topf. Das warme Öl massierst du dann ganz sachte auf deiner Haut ein. Du kannst deine Beine massieren, oder die Arme oder auch dienen Bauch, Brust oder sogar das Gesicht.

Eine unglaubliche tolle Wirkung hat diese Massage vor dem Schlafen gehen. Sie entspannt dich total. Du wirst einen erholsamen Schlaf haben und frisch und munter am nächsten Morgen aufwachen.

Und das Kuscheln mit dir selbst wird dir sehr guttun.

Depression Selbsthilfe: Triff dich mit anderen positiv gestimmten Menschen

Nutze die unglaublich Kraft der Gesellschaft. Niemand ist eine Insel. Kein Mensch lebt nur für sich alleine. Wir sind auf Beziehungen angewiesen.

Die erste Beziehung haben wir bereits im Mutterleib. Obwohl wir ca. 9 Monate Teil des Körpers der Mutter waren, waren wir eigenständige Wesen.

Ohne der Hilfe deiner Mutter würdest du heute nicht leben.

Du kennst sicher positiv gestimmte Menschen in deiner Umgebung. Nutze diese einzigartige Ressource. Ruf sie an. Sag ihnen, dass es dir gerade „scheiße“ geht, und ob du dich mit ihnen auf eine Tasse Kaffee treffen kannst.

Achte aber drauf, dass du nicht zu jammern beginnst, wenn du diese Menschen triffst. Ihr könntet doch über dem nächsten Kinofilm mit George Clooney plaudern?!

Hol dir die positive Energie deiner Freunde. Freunde sind eine unglaublich wertvolle Ressource.

Ich weiß, dass das nicht immer leicht ist. Du willst deinen Freunden nicht auf den Wecker gehen. Außerdem ist alles sooooo müüühsam und schweeeer.

Hallo? Wo bist du gerade? Bist du im fürchterlichen Jammertal der elenden Opfer. Wo der schreckliche Jammerdrache seine Beute festhält?

Ich nenne diese Gedanken und diese Haltung meiner Klienten gerne „Achtung Opferalarm!“

Merke dir: „Opfer werden irgendwann mal geopfert!“ So war das schon im Alten Testament.

Also frage dich: „Bist du ein Opferlamm oder bist du ein Adler, der in der Luft schwebt und alles im Griff hat?“

Das Opferdasein führt zu gar nichts. Heb dienen Allerwertesten hoch und ruf deine Freunde an! Jetzt!

Jetzt bist du dran!

Du hast jetzt eine Menge Input bekommen. Nimm dir am besten eine dieser Tipps heraus und fange sofort an.

Wenn dir jetzt gerade die Energie fehlt, dann ist das meistens eine Fehlmeinung. Schließlich hattest du ja auch genug Energie dich zum Computer oder zum Handy zu setzen, den Suchbegriff eingegeben und du hast meinen Artikel gelesen.

Deine Energie ist nur nicht auf das richtige Ziel fokussiert. Das ist so ähnlich, wie mit den Rauchern, die glauben keine Willenskraft zu haben.

Ein jeder Raucher hat eine enorme Willenskraft. Denn schließlich braucht er die, um diesen scheußlichen, krebserregenden Rauch zu inhalieren. Das was ihn zum Aufhören hindert ist allerdings eine Gehirnwäsche, die ihm glauben lässt, dass das Aufhören schwer sei. Das ist es aber nicht.

Ich war schließlich selbst fast 20 Jahre starker Raucher. Als ich die Gehirnwäsche durchschaut hatte, konnte ich sofort von heute auf morgen aufhören.

So ähnlich ist das mit den inneren Antriebskräften. Es kostet dir wesentlich mehr Energie liegen zu bleiben und dich deinem Elend hinzugeben als das du aufstehst, und dein Leben bejahst. Das geht viel einfacher. Glaube mir.

Denn es ist erwiesen, dass negative Gedanken und Gefühle dem Körper viel mehr Kraft abverlangen als Positive.

Was du tun musst, ist einfach die Gehirnwäsche in deinem Kopf zu ändern. Dann wird die Depression im Nu sich auflösen.

Irgendwann hast du zu glauben begonnen, dass das Leben

  • schwer sei
  • du nichts wert bist
  • alles keinen Sinn hat (die Medien tragen da übrigens enorm viel bei)
  • der Zug schon abgefahren ist, usw.
  • Depressionen nicht heilbar sind (das Gegenteil ist der Fall!!!)
  • Krebs nicht heilbar ist (das Gegenteil ist der Fall!!!)

Glaube nicht das, was dir andere und die Umwelt dir einredet. Glaube nur das, wovon du dich selbst überzeugt hast.

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